Entstehung des Kompetenzprofils

Zunächst wurden international publizierte Kompetenzen,Fähigkeiten und Fertigkeiten systematisch recherchiert, die für Pflegefachberufe in der Krisenreaktion relevant sind. Diese wurden in die deutsche Sprache übersetzt und in einem Katalog zusammengefasst. 

Anschließend nahmen deutschlandweit Experten aus Pflegewissenschaft und Pflegepraxis an einem mehrstufigen modifizierten online-Delphi-Verfahren teil. Der internationale Kompetenzkatalog wurde von den Experten nach Relevanz für das deutsche Versorgungssystem beurteilt und ggf. kommentiert. Auf Basis der Expertenkommentare wurden Kompetenzen zum Teil im Verlauf der Delphi Studie modifiziert bzw. ergänzt. Der Cut Off-Point für die ersten beiden Delphi-Runden lag bei 75%, d.h. mindestens 75% der Experten müssen eine Kompetenz für relevant gehalten haben damit diese in das Kompetenzprofil aufgenommen wurde. Kompetenzen, die von mind. 75% der Experten als nicht relevant eingestuft wurden, wurden aus dem Profil ausgeschlossen. Alle anderen Kompetenzen wurden den Experten in der Folgerunde erneut zur Bewertung vorgelegt. Der Cut Off Point für die letzte Delphi-Runde lag bei 51%. Gemeinsam wurden so die für die Krisenreaktion in deutschen Krankenhausnotaufnahmen erforderlichen Pflegekompetenzen festgelegt und definiert.

40 Experten nahmen an der Delphi Studie teil. 32 Experten nahmen bis zum Ende der Studie teil. Ergebnis ist ein Kompetenzprofil mit 71 Items, die sich auf 9 Kompetenzbereiche verteilen.

Mit der CoCEP-Konsensusstudie wurde ein Profil von Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten erstellt, die für die Krisenreaktion des Pflegepersonals in Krankenhausnotaufnahmen relevant sind und zwar unter den Bedingungen des deutschen Gesundheitssystems.

Das Kompetenzprofil ermöglicht, die für das Pflegepersonal erforderliche Handlungskompetenz zu konkretisieren. Das bedeutet, es wird definiert an welchen Tätigkeiten man erkennen kann, dass das betreffende Personal die im Profil enthaltene Kompetenz tatsächlich besitzt.